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Kinowinter “Quartett”

13. Februar 2015, 20:00 Uhr
Reithalle Rastatt

Dustin Hoffman feiert in seinem Regiedebut nach Ronald Harwoods Bühnenerfolg “Quartett” die unsterbliche Musik von Giuseppe Verdi und die Lust am Leben.

Mit 75 Jahren will es Dustin Hoffman noch einmal wissen und wechselt hinter die Kamera. Für sein Regiedebut suchte er sich einen charmanten Stoff aus, Ronald Harwoods Bühnenhit “Quartett”, die Geschichte von betagten Operndiven, Sängern und Orchestermusikern, die auch im Alter ihre Sehnsüchte nicht aufgeben und deren Mentalitäten und Marotten in einer Seniorenresidenz aufeinanderprallen. Berühmtes Vorbild für das komfortable Beecham House ist die von Giuseppe Verdi selbst als Altersheim gestiftete “Casa Verdi” in Mailand für verarmte Musiker, weltbekannt durch Daniel Schmids Dokumentarfilm “Il Bacio di Tosca” von 1984.

Das hier in England angesiedelte Domizil, eine Art luxuriöses “Best Exotic Marigold Hotel”, ist letzte Station für Künstler, die einst im Scheinwerferlicht standen und heute immer noch singen und musizieren. Da fliegen schon manchmal die Fetzen, wenn Eitelkeiten und Eifersüchteleien überhand nehmen, oder Wunden der Vergangenheit wieder aufbrechen, weil plötzlich die einstige Primadonna Jean Horton sich einquartiert, Ex-Gattin des dort ebenfalls wohnenden berühmten Tenor Reginald Page, der ihr die Jahrzehnte zurückliegende Untreue nie verzeihen konnte. Obgleich die starrköpfige Lady gemeinsam mit Page und zwei weiteren Insassen mit dem Rigoletto-Quartett “Bella figlia dell’amore” Musikgeschichte geschrieben hat, weigert sie sich, damit bei der traditionellen Verdi-Gala für Sponsoren mitzuwirken, von der die Zukunft des Hauses abhängt.

Dass die beiden Gefühlsbündel, wunderbar dargestellt von den britischen Schauspiellegenden Maggie Smith und Tom Courtenay, letztendlich doch zusammenkommen, überrascht nicht, aber das Suchen und Wiederfinden der Liebe ist einfach herzzerreißend romantisch. Ein Film, der rundum glücklich macht mit subtilem Humor, pointierten Dialogen, scharfsinnigem Witz und einer Traum-Besetzung, darunter Billy Connolly und Pauline Collins als die andere Hälfte des Quartetts. Und Original-Arien von internationalen Größen wie Dame Joan Sutherland, Huguette Tourangeau, Luciano Pavarotti oder Sherrill Milnes sollten nicht nur Freunde der klassischen Musik begeistern.

Komödie / Drama
USA 2013
FSK: ohne Altersbeschränkung

Quelle: www.kino.de